4:58 am - Friday January 19, 2018

Stiftung Warentest: "Sehr guten" Sonnenschutz gibt's für wenig Geld beim Discounter

Es ist Sommer, die Sonne knallt vom Himmel und für viele steht der Urlaub vor der Tür: Sonnencremes haben derzeit Hochsaison. Wahllos irgendein Produkt kaufen sollte jedoch niemand. Stiftung Warentest hat bereits in den letzten Jahren Sonnenschutzmittel überprüft und dabei teils gravierende Unterschiede bei der Wirksamkeit der einzelnen Produkte festgestellt

Stiftung Warentest prüft Sonnencremes: Diese Mittel sind sehr gut und sehr günstig

In der aktuellen Ausgabe hat Warentest 19 Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren (SPF 30 und 50) näher unter die Lupe genommen. Diese sind besonders für Menschen mit heller, sonnenempfindlicher Haut empfehlenswert. Ein Lichtschutzfaktor von 30 verlängert den maximalen Aufenthalt in der Sonne um den Faktor 30 – das heißt: Menschen, die sich ohne Schutz fünf Minuten in der Sonne aufhalten dürfen, können mit einer SPF-30-Sonnencreme maximal 150 Minuten in der Sonne bleiben. Aber auch diese Zeitspanne solle keinesfalls ausgereizt werden, warnt Warentest.

Schotte Sonnenbrand 15.23Die erfreuliche Nachricht: 18 von 19 getesteten Mitteln bewahren die Haut optimal vor schädlicher UV-Strahlung. Auch der aktuelle Test zeigt, dass guter Sonnenschutz nicht teuer sein muss. Den “sehr guten” Testsieger – die Ombra Sonnenmilch von Aldi Nord – gibt es bereits für 2,99 Euro pro Tube. Es ist – bezogen auf den Preis pro 100 Milliliter – auch das günstigste Produkt im Test. Ebenfalls “sehr gut” und für einen kleinen Preis zu haben sind die Produkte von Mitbewerber Aldi Süd (Ombia Sonnenmilch, 3,50 Euro), Real (Sôi Sônnenmilch, 3,50 Euro) und Rossmann (Sun Ozon Sonnenmilch classic, 2,45 Euro).

Lichtschutzfaktor 100 – obwohl 30 ausgelobt war

Ein kurioses Testergebnis lieferte dagegen die Sonnenmilch des Herstellers Ream: Sie war mit dem Lichtschutzfaktor 30 ausgelobt, im Test wiesen die Prüfer jedoch einen Lichtschutzfaktor von 100 nach. Zwar gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass das gesundheitsschädlich sei, erklärt Stiftung Warentest. Auf den ausgelobten Wert müsse jedoch Verlass sein. Die Creme erhielt daher als einziges Produkt im Test ein “befriedigend”, während die übrigen “gut” bis “sehr gut” schützten.

Sonnencreme Fehler 10.52Im aktuellen Test verteilte Stiftung Warentest zum ersten Mal Punktabzüge für die Angabe “wasserfest”. Das Werbeversprechen trage nach Meinung der Prüfer zwar “dick auf und weckt große Erwartungen”, doch entpuppe sich bei näherer Überprüfung als irreführend. “Auch Sonnenschutzmittel, die als ‘wasserfest’ beworben werden, können beim Baden oder Planschen einen Teil ihrer Schutzwirkung einbüßen”, warnt Warentest. Mitunter sei nach dem Ausflug ins Nass nur noch die Hälfte der ursprünglichen Schutzwirkung vorhanden. Da hilft nur noch eins: nachcremen, am besten so schnell wie möglich.

Die vollständigen Testergebnisse können Sie gegen Gebühr hier nachlesen.

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